2010 – eine Vorschau

Leere Kassen
Mit dem Jahre 2010 beginnt das dritte Jahrzehnt des wiedervereinten Deutschland und ein weiteres Jahrzehnt der leeren Staatskassen. Nach Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich diese Situation noch mehr verschlechtert und auch die kommunale Haushaltskasse von Pessin wird in den nächsten Jahren Löcher aufweisen. Ein Zustand der völlig neu sein wird für die Pessiner Gemeindevertreter, denn schließlich hat die Gemeinde in den letzten Jahren solide gewirtschaftet und nicht über seine Verhältnisse gelebt. Doch das Geld was in den Haushalt fließt wird in den nächsten Jahren weniger, die Ausgaben jedoch werden stagnieren wenn nicht so gar steigen. Bevor es endgültig klamm wird in Pessins Kasse, gilt es 2010/11 noch einige Ziele umzusetzen. Diese Ziele sind wie folgt:
Schaffung eines Haushaltplanes für 2010
Noch hat die Gemeinde keinen Haushaltsplan für 2010, denn die Gemeindevertreter hatten im Dezember 2009 noch Bedenken hinsichtlich der finanziellen Absicherung des Bauprojektes Erweiterungsbau an der Kita „Sonnenschein“. Dies Bauprojekt soll nun mehr durch finanzielle Aufteilung auf die Haushaltsjahre 2010 und 2011 sichergestellt werden. [mehr]
Erweiterungsbau an der Kita „Sonnenschein“
Im Jahre 2010 soll mit den Bauarbeiten für den Erweiterungsbau an der Kita „Sonnenschein“, der Anbau des etwa 60 Quadratmeter großen Bewegungsraumes plus Zugang und Gerätelager, begonnen werden und bis Jahresende soll der Rohbau stehen. 2011 soll der Erweiterungsbau dann sein Abschluss finden, bis dahin gibt es noch reichlich Klärungsbedarf. So muss bis dahin geklärt sein, was kann wie in Eigenleistung durch die Einwohner der Gemeinde Pessin erbracht werden, schließlich gibt es genügend handwerkliches Geschick in den Reihen der Pessiner. Dieses Geschick muss jedoch auch koordiniert werden und bei Bedarf auch abrufbar sein, darin wird wohl das große Problem bei der Umsetzung des Vorhabens bestehen. [mehr]
Abschluss des Ausbaus des Retzower Weges (Plattenweg)
Die Gemeinde hofft noch immer auf einen Förderbescheid vom Land hinsichtlich des Abschlusses des Ausbaues des Retzower Weges zwischen der Orts- und der Gemarkungsgrenze zu Retzow. Aus deutsch der zweispurige Plattenweg soll verschwinden. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Hoffnung der Gemeinde nicht umsonst war, denn aus eigener Tasche kann Pessin das Vorhaben nicht mehr umsetzen.
Abschluss der Bauplanungsphase der Biomethananlage Paulinenauer Straße
Bis zum 27.01.2010 habe die Einwohner von Pessin und alle anderen Interessenten „in der Bauverwaltung des Amtes Friesack, Zimmer 40, Marktstraße 22, 14662 Friesack, während der Dienstzeiten (Montag-Donnerstag von 07:00 bis 16:00 Uhr, Dienstag von 07:00 bis 18:00 Uhr und Freitag von 07:00 bis 12:00 Uhr)“, laut Amtsblatt Nr. 23 für das Amt Friesack vom 14.12.2009, die Möglichkeit der Einsichtnahme in den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Biomethananlagen Paulinenauer Straße“ Pessin. Interesse dürfte wohl gemessen an den Fragen auf der letzten Gemeindevertretersitzung bestehen, nun mehr sollte man von der Möglichkeit der aktiven Bürgerbeteiligung auch Gebrauch machen und sich auch trotz der winterlichen Straßen den Weg nach Friesack nicht scheuen. [mehr]
Pessin und das Wasser
Nicht vergessen sollte und vor allen auch mit Blick auf den Schneemengen rund um den Jahreswechsel die Pessiner Wassersituation. Einige Gräben zur Ortsentwässerung sind bereits überarbeitet worden, doch ist der Grossteil noch lange nicht in einem wünschenswerten Zustand. Teilweise sind der Gemeinde bei dem Thema auch die Hände gebunden, denn die Obliegenheit der Gräben liegt in den Händen des Wasser- und Bodenverband „Großer Havelländischer Hauptkanal - Havelkanal - Havelseen“. Dort heißt es weiter Druck machen bzw. den Druck erhöhen, nur so kann die Wasserproblematik verbessert werden und Zustände aller 2007 für die Zukunft verhindert werden. [mehr] An die Anliegerpflichten der Einwohner sein in diesem Zusammenhang aber auch erinnert.
Verbesserung der Straßenbeleuchtung entlang der Hamburger Straße (B5)
Stellenweise ist die Beleuchtungssituation entlang der Hamburger Straße erschreckend und wird von Jahr zu Jahr schlimmer. So sind teilweise die alten DDR-Laternenmasten bereits seit Jahre ausgefallen und eine erneute Instandsetzung nicht mehr sinnvoll und zeitgemäß. Sollte sich in der Gemeindekasse noch so manch ein Spar-Cent anfinden, so sollte er für dieses Projekt zurückgelegt werden. Dem wohl letzten Großprojekt in Pessin auf Grund der wohl kommenden klammen Haushaltsjahre, schließlich ist auch die Biomethananlage an der Paulinenauer Straße eine Maßnahme für die Haushaltskasse des folgenden wenn nicht so gar erst übernächsten Jahrzehnts.

Pessins Straßenlaternen haben teilweise ihre besseren Jahre schon lange hinter sich.
